Fondation CH2048

Fondation CH2048 goes digital

Die 2014 gegründete Fondation CH2048 nimmt sich in ihrem zweiten Projekt der Digitalisierung an. „Digitale Revolution: Reformvorschläge für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz“ heisst denn auch das zweite Reformprojekt, welches mit einem zweitätigen Workshop in Olten am 19./20. August gestartet wurde. Das erste Politikentwicklungsprojekt „Steuern. Transfers: Reformvorschläge für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz“ ist im Frühjahr 2016 abgeschlossen und verabschiedet worden.

Initiant und „Spiritus rector“ der Fondation CH2048 ist der Basler Ökonom Christoph Koellreuter. Koellreuter war Gründer und langjähriger Chefökonom der BAK Basel Economics. Sein Credo bei der Lancierung der Stiftung, das zugleich auch deren Zweck ist: Die Fondation CH2048 erarbeitet und lanciert Politikentwicklungsprojekte und Reformvorschläge im Interesse einer global wettbewerbsfähigen und verantwortlichen Schweiz.

Steuerreform für den Mittelstand lanciert

Nach gut einem Jahr intensiver wissenschaftlicher Arbeit hat die Fondation CH2048 an einer öffentlichen Tagung im Frühjahr 2016 eine 140-seitige Studie zur Reform des Schweizer Steuersystems vorgelegt. Die Resultate der Studie in Form eines dreiteiligen Reformpakets werden in den politischen Prozess eingespeist. Vorgesehen sind die Einführung der Individualbesteuerung, eine Kapitalgewinnsteuer bei gleichzeitiger Abschaffung der Vermögenssteuer sowie die Besteuerung von Sozialtransfers mit gleichzeitiger Befreiung des Existenzminimums. Die Stiftung will damit mehr Leistungsgerechtigkeit und eine Verbesserung der Arbeits- und Innovationsanreize erzielen. Sie sagt ja zu Transferleistungen für wirtschaftlich schlechter gestellte Personen, aber Arbeit muss sich in jedem Fall lohnen. Und sie verlangt mehr Solidarität von den höchsten Einkommen und Vermögen. Die Fondation CH2048 ist überzeugt, dass mit dem ausgewogenen Reformpaket der Mittelstand gestärkt wird. Das Reformpaket befindet sich zurzeit in Bundesbern im politischen Prozess.

Die Schweiz und die digitale Revolution

Digitale Revolution: Reformvorschläge für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz. Unter diesem Titel ist ein weiteres Reformprojekt der CH2048 lanciert. Grundlage für die Studie bildet ein Workshop, welcher am 19./20. August 2016 im Stadthaus Olten stattfand. Teilnehmende waren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft, Stiftungsräte und Beiräte der Fondation CH2048. Es galt dabei die Grundsatzfrage zu klären, wie die Schweiz global eine führende Rolle bei der Digitalisierung, bzw. bei deren Nutzung spielen kann bzw. möchte. Dabei wurden drei Reformstossrichtungen definiert, nämlich:

  • Regulierung
  • Hochschulen
  • Gesellschaft

 

Fondation

Die Fondation CH2048 ist eine Allianz für eine global wettbewerbsfähige und verantwortliche Schweiz. Die Stiftung trägt als Brückenbauerin dazu bei, die Attraktivität der Schweiz im globalen Wettbewerb zu sichern und zu stärken.

Ziele
Die Fondation CH2048 will, dass notwendige Reformen zeitgerecht mehrheitsfähig werden.

  • Sie will die Spitzenposition der Schweiz im globalen Standortwettbewerb verteidigen.
  • Sie will mehr Konsens und weniger Polarisierung.
  • Sie will das Vertrauen in Wirtschaft und Politik wiederherstellen.
  • Sie will zur Versachlichung der Politik beitragen.
  • Sie will die Entfremdung zwischen Gesellschaft und Wirtschaft überwinden.
  • Sie will einen Ausgleich schaffen zu den Zentrifugalkräften der Globalisierung.
  • Sie will den Gemeinsinn über günstige Rahmenbedingungen beleben und damit die
    Selbstverantwortung und den Einsatz für das Gemeinwesen stärken.

Umsetzung
Die Stiftung analysiert laufend die aktuelle wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Entwicklung und leitet daraus Themen ab, die dann in einzelnen Reformprojekten wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Die Suche nach den wirksamsten Reformvorschlägen erfolgt wissenschaftlich und professionell begleitet sowie breit abgestützt in Zusammenarbeit mit Stakeholdern aus Wissenschaft, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Arbeitnehmerverbänden, der Zivilgesellschaft sowie aus Politik und Verwaltung. Die konkret umsetzbaren und möglichst mehrheitsfähigen Reformvorschläge werden über ein breit abgestütztes Netzwerk direkt in den politischen Prozess eingebracht.